spielen und bewegen – plädoyer für einen gesunden lebensstil

Die WHO hat im Jahr 2010 eigene Empfehlungen für Bewegung veröffentlicht. Die- sen Empfehlungen ging eine sehr umfangreiche Analyse der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse der gesundheitlichen Wirkungen von Bewegung auf Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen voraus [8]. Auch diese Empfehlungen basieren auf dem Konzept der gesundheitsförderlichen körperlichen Aktivität. Sie sind nach Empfehlungen für die Altersgruppen 5–17 Jahre, 18–64 Jahre und 65 Jahre und älter aufgegliedert. Für Kinder und Jugendliche werden hier kör- perliche Aktivitäten von mindestens 60 Minuten pro Tag mit mittlerer bis hoher Intensität empfohlen. In leichter Modifikation früherer Empfehlungen, z. B. von Pate et al. (1995) wird für Erwachsene gesundheitsförderliche Aktivität mit einer Dauer von mindestens 150 Minuten in der Woche (mit moderater Intensität) oder 75 Minuten in der Woche (mit hoher Intensität) angegeben, zudem muskelkräftigende körperliche Aktivität an mindestens zwei Tagen in der Woche. Älteren Menschen wird darüber hinaus die Ausführung von Übungen zum Erhalt des Gleichgewichts und zur Sturzprävention empfohlen.

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Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Ländern, die nationale Bewegungsempfeh- lungen veröffentlicht haben. Diese orientieren sich inhaltlich fast ausnahmslos an den WHO Empfehlungen für Bewegung. Im deutschsprachigen Kontext wurden z. B. im Jahr 2012 Österreichische Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung publiziert [4]. Für die Schweiz sind entsprechende Empfehlungen 2013 veröffentlicht wor- den [5]. Über die WHO Empfehlungen hinausgehend haben einige Länder in ihren Empfehlungen auch die Reduktion von längerem Sitzen thematisiert. Die Empfehlun- gen aus Großbritannien (2011), Australien (2013) und von Kanada (2013) sind hier beispielhaft zu nennen [18–20]. Wie bereits angedeutet, spielt das Thema „Bewegungsförderung“ dagegen in den meisten der vorliegenden nationalen Empfehlungen noch keine Rolle oder nimmt nur eine untergeordnete Position ein, indem etwa kursorisch einzelne Beispiele für Bewegungsförderung aufgeführt werden [4].

Quelle: nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

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