das machen wir

Das Spielmobil Bayreuth agiert als Koopertionspartner im bundesweiten Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf lokaler Ebene im Bayreuther Raum.

Die Ziele des Programms zusammengefasst:

  • bildungsbenachteiligte Familien erreichen
  • Bildungschancen eröffnen
  • gesellschaftliches Engagement stärken: eine neue soziale Bewegung für gute Bildung anstoßen, dadurch ehrenamtliches und bürgerliches Engagement stärken und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft der jungen Generation schärfen
  • lokale Zusammenarbeit verbessern: die tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure auf lokaler Ebene fördern

Die Ziele

Gemeinsam für Bildungsgerechtigkeit

Gute Bildung ist ein entscheidender Schlüsselfaktor für die individuelle Entwicklung eines Menschen, für den Zusammenhalt und die Innovationskraft unserer Gesellschaft und für die Stellung unseres Landes im globalen Wettbewerb. Allen Kindern und Jugendlichen Zugang zu dieser Bildung zu gewährleisten, ist deshalb eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Aktuell wachsen in Deutschland fast 30 Prozent aller Kinder in einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage auf, die ihre Bildungschancen schmälert und den Übergang ins Erwerbsleben erschwert. Um auch bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung mit auf ihren Weg zu geben, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2013 deutschlandweit lokale Bündnisse für Bildung. In diesen Bildungsbündnissen schließen sich vor Ort unterschiedliche zivilgesellschaftliche Akteure zusammen (zum Beispiel Musikgruppen, Sportvereine, Stiftungen, Bibliotheken, Theater- und Jugendgruppen), um bildungsbenachteiligten Kindern durch außerschulische Angebote verschiedene Bereiche der kulturellen Bildung näherzubringen.

Gute Bildung geht alle an

Gute Bildung ist nicht allein eine Aufgabe des Staates, sondern der ganzen Gesellschaft. Was wir in Deutschland brauchen, ist eine breite soziale Bewegung für gute Bildung – mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich engagieren: als Mentorinnen und Mentoren, als Vorlesepaten oder bei der Hausaufgabenbetreuung; mit Gruppen, Vereinen, Museen und Theatern, die gezielt Programme für benachteiligte Kinder entwickeln. Ziel der Bündnisse für Bildung ist es, dieses zivilgesellschaftliche Engagement zu vernetzen und auf ein gemeinsames Ziel zu fokussieren. Dabei geht es nicht darum, die Eltern aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Vielmehr sollen sie unterstützt und ermutigt werden.

Kulturelle Bildung wirkt

Im Rahmen der Bündnisse für Bildung werden verschiedene außerschulische Bildungsmaßnahmen gefördert: zum Beispiel Ferienfreizeiten mit kulturellem Schwerpunkt, Paten- und Mentorenprogramme, in denen junge Menschen Vorbildern begegnen und Begleitung finden, Maßnahmen zur Leseförderung und zur Verbesserung der Medienkompetenz oder Tanz- und Theaterprojekte. Voraussetzung ist, dass die Angebote der Bündnisse einem klaren pädagogischen Konzept folgen und dass sie keine bestehenden Aktivitäten der Bündnispartner ersetzen, sondern neue, zusätzliche Bildungsmaßnahmen darstellen, die sich an den konkreten Gegebenheiten vor Ort orientieren. Mit der Förderung außerschulischer Bildungsmaßnahmen durch den Bund ist verbunden, dass sich die lokalen Akteure untereinander weiter vernetzen und Qualitätsstandards in der Fläche angewandt werden. Mit der Förderung von Bildungsbündnissen für benachteiligte junge Menschen setzt die Bundesregierung einen weiteren Punkt des Koalitionsvertrages um.

Kulturelle Angebote bilden fürs Leben

Die Erfahrung zeigt: Außerschulische und außerunterrichtliche Angebote leisten einen besonders wertvollen und nachhaltigen Beitrag zur Bildung und Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Durch die Mitarbeit in Gruppen und Vereinen, bei Ferienfreizeiten oder im Austausch mit ehrenamtlich engagierten Paten und Mentoren erleben Kinder und Jugendliche, wie sich durch Ausdauer und Teamgeist Ziele erreichen lassen und wie der eigene Horizont sich weitet, wenn man sich einer Aufgabe stellt und Verantwortung übernimmt. Außerschulische Bildungsmaßnahmen, die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern erbracht werden, können jungen Menschen eine Perspektive geben, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihnen Anerkennung vermitteln. Angebote der kulturellen Bildung können dazu einen herausragenden Beitrag leisten. Kreativität, Teamgeist, Anstrengung und die beglückende Erfahrung „Ich kann etwas!“ liegen bei Kunst und Musik, Theater und Tanz besonders nah beieinander. Kulturelle Bildung spricht Kinder und Jugendliche auf ganz unterschiedlichen Ebenen an: Sie lernen hier, ein Werk selbst zu gestalten, eine Aufgabe zum Erfolg zu führen und auch Rückschläge zu verkraften. Sie lernen, zuzuhören und genau hinzuschauen. Und sie lernen, eine eigene Sprache zu entwickeln. Das sind Fähigkeiten und Grundhaltungen, die über den musisch-kulturellen Bereich hinaus von enormer Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und für ein „gelingendes Leben“ als Individuum und in der Gemeinschaft sind. Auch Angebote aus dem Bereich Sport und Bewegung können eine ähnlich prägende Wirkung für die Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen entfalten. Wir orientieren uns dabei an dem breiten Verständnis kultureller Bildung des Deutschen Kulturrats, der zusammen mit weiteren Akteuren dankenswerterweise die Entwicklung des Programms begleitet hat.

Kinder und Jugendliche stark machen

Mit der Förderung von Bildungsbündnissen verfolgt das BMBF vier Ziele: Wesentlich ist die Eröffnung neuer Bildungschancen – vor allem für benachteiligte Kinder und Jugendliche, die durch die Bündnisse neue Herausforderungen erleben und in Kontakt zu Vorbildern kommen. Zugleich sollen die Bildungsbündnisse eine neue soziale Bewegung für gute Bildung anstoßen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft der jungen Generation schärfen, indem Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden. Eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure auf lokaler Ebene, möglichst nah an den Kindern und Jugendlichen, zu fördern, ist ein weiteres Ziel. Und nicht zuletzt geht es darum, kulturelle Bildung in die Breite zu tragen – genau zu den Kindern, die bislang am weitesten von ihr entfernt sind.

BfB_Absendermarke_hoch

Wer steckt hinter dem Spielmobil Bayreuth?
Hinter dem Spielmobil Bayreuth stehen hauptverantwortlich Matthias “Ossi” Sauer von der Ochsenfurter Spielbaustelle e.V., der in Bayreuth und Umgebung schon mit etlichen Schulen und Kindergärten zusammengearbeitet und neue Lebens-(Spiel-)räume erschlossen hat und Marco Marino vom Verein wundersam anders. Finanziell unterstützt werden diese Aktionen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“.

Durchgeführt werden unsere Maßnahmen natürlich von geschultem Personal und vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die die Realisierung dieser vielen Aktionen gar nicht möglich wären.

Unterwegs quer durch die Stadt

Das Spielmobil Bayreuth schlägt an den unterschiedlichsten Orten für ein paar Tage seine Zelte auf, um mit den Kindern die jweiligen Stadteile zu erkunden und zu erforschen. Begonnen haben wir im November 2013 in St. Georgen. In Abständen von 6 bis 8 Wochen werden nach und nach die weiteren Stadteile von Bayreuth besucht.

Die bespielten Orte der Stadtteil-Erkundungs-Rally werden intensiv vermessen, um so einen qualitativen Überblick über die Spielelandschaft zu bekommen. Die neu entdeckten Räume und Plätze werden gekennzeichnet, so dass die Orte auch über den Aktionsrahmen hinaus als Spielort für Kinder, die nicht beteiligt waren, wahrnehmbar bleiben.

Spielen im Hauptquartier

Im jeweiligen Spiele-Hauptquartier finden die Kinder ein umfangreiches Angebot an Spielmöglichkeiten vor: Bauklötze, Kugelbahnen, Bastelsachen, eine Camera Obscura und vieles mehr. Von hier aus starten die Entdeckertouren quer durch den Stadtteil, wobei die Kinder mit allen notwendigen Materialien von uns ausgestattet werden, um die “Forschungsergebnisse” festhalten zu können: Kamera, Zeichenblock, Kreide, Walkie-Talkie und so weiter. Die Touren sind teilweise vorinszeniert, teilweise komplett frei. In jedem Fall werden sie immer von Mitarbeitern des Spielmobils begleitet. Zurück im Hauptquartier werden die Ergebnisse gesammelt und natürlich dokumentiert, so dass nach und nach eine “alternative” Spielelandschaft in Bayreuth entsteht.

Wer kann mitmachen?

Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 bis 18 Jahren. Die Teilnahme ist in jedem Fall kostenfrei und freiwillig. Eine Anmeldung ist vorher nicht notwendig

Schreibe einen Kommentar

Dir gefällt, was wir tun? Dann teile es.